Am 16.August war es also
wieder soweit, das zweite Fanclubtreffen mit Kati und
René fand statt.
Als ich nach 9stündiger Fahrt und einstündiger Hotelsuche
endlich in der Eishalle eintraf und hoch ins Cafe ging,
traute ich meinen Augen kaum.
Ehrlich gesagt hatte
ich ca. 10 Leute erwartet, nun ja, es waren wohl so
um die 30 Leute die sich entlang der Tafel gesetzt hatten
und ich war wohl eine der letzten.
~ Treffen im Café ~
~ René packt Geschenke aus ~
Nur fast, René kam noch später. Nun saßen wir also alle
da mit Cola, Apfelschorle oder Wasser und waren zuerst
mit einem Fragebogen der Extraklasse konfrontiert.
Peinlicherweise erkannte man daran, dass wir uns
wohl bei Kati und René wirklich hauptsächlich auf das
Laufen als auf harte Fakten (Welches Schwein wählte
Kati bei Was bin ich......) konzentrieren.
Allerdings taten das die beiden wohl auch, nach kurzem
Spicken an der Punktetafel erkannte ich bei beiden 35
Punkte von glaube ich 60 Punkten, zumindest waren es
50 Fragen.
Ich meinerseits hatte einen Punkt mehr als die beiden,
was ich dann doch noch beruhigend fand.
~ Möchte noch jemand ein Glas Milch? ~
Dann galt es den beiden zu lauschen.
Sie erzählten, was sie noch vorhätten, wie die Programme
aussähen und was sie so nach ihrer Eislaufkarriere vorhätten.
Danach ging es in den Fernsehraum,
wo wir uns alte Küren u.a. von der DDR Meisterschaft
ansahen und uns vor Lachen kringelten. Nicht nur weil
Katis Kostüme stets zu kurz waren, da sie von Paarläuferinnen
stammten, sondern auch weil René mit einer Vokuhila-Frisur
glänzte und wirklich kaum wiederzuerkennen war.
Auch
sahen wir Katis Auftritt bei „Was bin ich?“, wobei Herr
Feuerstein beim Erraten mit dem Satz glänzte: „Führen
sie eine Tätigkeit auf einem Aggregatszustand aus?“
Was Kati bejahte und man somit ihren Beruf erriet. Dennoch
sehr treffend, wie ich fand.
~ Kati beim Curling ~
Auf dem Aggregatszustand standen wir
dann eine Weile später auch, mit voller Skepsis in den
Augen und ohne Schlittschuhe, denn es sollte gecurlt
werden. Ich in meiner unbändigen Vorfreude, keine Schlittschuhe
tragen zu müssen und dadurch das Sturzrisiko um 99%
zu verringern, sollte bald enttäuscht werden.
Eric führte uns in die Geheimnisse des Curlings ein
und machte dabei die beste Figur von allen.
Froh darüber, keine Schlittschuhe
tragen zu müssen, und mir damit jegliche Verletzungen
zu ersparen, wurde ich schnell im wahrsten Sinne des
Wortes auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Beim
Curling trägt man nämlich am rechten Fuß, der also beim
Ausfallschritt vorne ist und auf dem das Gewicht liegt,
eine Art Linoleumgummisohle, die kein Profil hat und
dadurch superglatt ist. Selbst Kati hatte arge Probleme
damit, sich auf den Beinen zu halten.
Nach Einführungskursen in
kleinen Gruppen, wurde schließlich gespielt. Wodurch
ich das Glück hatte, eine Runde lang mit René im Zweierteam
zu spielen. Im Gegensatz zu mir, die eher der emotional,
ausprobierende Spieler ist, war René der berechnende,
logisch vorgehende. Nachdem ich das bemerkt hatte, stellte
ich mich darauf ein.
Was soviel hieß, er dachte und sagte mir, was zu
tun ist und ich folgte gehorsamst. Gewonnen haben wir
trotzdem nicht. Vielleicht versuchen wir es beim nächsten
Mal mit meiner chaotisch unlogischen Art.
~ René beim Curling ~
Anschließend ging es zum
Abendessen. Die ganze Terrasse des Restaurants war für
uns reserviert, die Temperaturen eher nicht, dennoch
war es angenehm. Es gab Grillspezialitäten, wobei ich
als Vegetarierin Reis in allen möglichen Varianten mit
Salat plus Salat meiner Nachbarin bekam. Danke noch
mal! Später ging es dann noch zum Tisch von Kati und
René wo wir noch gemütlich plauderten und ich mir endlich
ein persönliches Autogramm, nach drei Fehlversuchen
bei diversen Shows holte. Es wurde auch hier viel gelacht
und getratscht und noch mal gelacht. Dann musste ich
mich verabschieden, da meine Eltern im Hotel auf mich
warteten.
Am nächsten Morgen trafen
wir uns in der Eishalle, um Schlittschuh zu laufen.
Ich meinerseits war natürlich wieder einmal überpünklich,
was sich aber als sehr nützlich erwies. Nachdem ich
mich zu ein paar anderen auf die Tribüne gesetzt hatte
und mir so ein paar Läufer beim Training anschaute,
meinte meine Nachbarin auf einmal: „Sieh mal, da ist
Carolina Kostner“, worauf ich erstmal einen Blackout
hatte und mich nicht an den Namen erinnerte. Wenig später
meinte ich dann: “Schau mal, der da sieht aus wie Vlascenko“
worauf sie meinte: „Liegt vielleicht daran das es Vlascenko
ist“ und auf einmal öffneten sich die morgendlichen
Schlafvorhänge vor meinen Augen und ich erkannte auch
noch Smalun. Was ich für kleine „unbedeutende“ Anfängerläufer
gehalten hatte, waren in Wirklichkeit Deutsche Meister
und viertplazierte Europameisterschaftsteilnehmer. Peinlich,
peinlich! Natürlich ließ ich es mir nicht entgehen und
bat Andrejs und Carolina um Fotos. Bei Smalun war ich
dann doch zu schüchtern, da er inmitten seiner Trainer
stand.
Soweit so gut. Nachdem
jeder sich seine Schlittschuhe geschnappt hatte und
Kati und René eingetroffen waren ging es aufs Eis zum
sanften Einstolpern, äh Einlaufen. Danach kleine Gleichgewichtsübungen
von Kati und René. Wir mussten alle von einer Längsseite
zur nächsten laufen, wobei ich meistens eine der letzten
war, so dass ich das große Glück besaß, dass jeder mich
beim Pinguinwatscheln, so sah das bei mir aus, genüsslich
beobachten konnte.
Danach Formationslaufen, Mühle
und Kreis, oder besser Ellipse, wobei man bei der Mühle
die Nichtskönner (also mich) in die Mitte stellte, da
die nichts machen müssten und nicht fallen (Zitat René).
Tja, was kommt nach Nichtskönner eigentlich? Jedenfalls
fiel ich. :)
Auch später bei der neu entworfenen
Sportart Eisvölkerball (wer auf die Idee gekommen ist,
möchte ich mal wissen), wo ich natürlich als erste abgeworfen
wurde, einmal auch von Kati wobei ich eine grazile Vorwärtsbewegung
ausführte, um ihr zu entkommen und dabei noch graziler
zurückfiel und somit elegant auf meine Allerwertesten
fiel, zum dritten Male an diesem Tag. Kati half mir
auf und fragte, ob alles in Ordnung sei, wobei ich ihr
meine Feststellung nach mehreren Fallversuchen mitteilte,
dass nämlich ein Fall auf dem Eis gar nicht so schlimm
sei, da ja die betroffene Stelle sofort gekühlt werde.
Praktisch, nicht?
Nach einigem Hin- und
Herlaufen gab es dann die Verleihung der goldenen Verdienstmedaillen
vom Fanclub aus.
Eine Rede von Florence
im Namen des Fanclubs rührte Kati wirklich zu Tränen,
was sehr süß war.
~ Kati und René mit den goldenen Verdienstmedaillen
~
~ Rede von Florence ~
~ Kati und René mit Medaillen und Fahne ~
Danach gab es trotz stressender Short
Track Trainer noch einen Fotografiermarathon, den Kati
und René mit viel Geduld und Witz meisterten.
Leider
musste ich mich dann schon verabschieden, ich konnte
also nicht am Minigolf teilnehmen. Auf Grund dessen
hier ein paar Ausführungen anderer Fans:
Wie es aussieht haben sich beide darin
sehr gut geschlagen und gezeigt das ihnen nicht nur
der Eistanz als Sportart liegt. Alle hatten, wie schon
davor, sehr viel Spaß und sehr viel zu lachen!
Danach fuhr man zurück in die Halle
um die Sieger bekannt zu geben. Die glorreichen Sieger
waren:
1. Beate Fischer
2. René Liedtke und oh Wunder
3. Ines Pape.
Die Preise waren bei allen
Siegern gleich. Eine Tasse mit einem Eislaufpaar darauf
und ein signiertes Foto von Kati und René. Nur die Erste,
also Beate, gewann noch ein Treffen mit Kati und René,
sowie Markus Brüssermann, der das organisiert hatte,
in Wuppertal, wo ein Gutschein mit der Fahrt in der
Schwebebahn und ein Abendessen enthalten sind.
~ Rumalbern vor dem Minigolfplatz
~
Als Fazit ist zu sagen,
dass dies zu den schönsten Erlebnissen meines Lebens
gehört. Ich habe die beiden noch mehr ins Herz geschlossen
als zuvor, vor allem Kati, da ich sie ja noch nicht
persönlich kannte. Die Stimmung war die ganze Zeit über
gelöst, herzlich und vertraut. Die beiden waren supernatürlich
und nett. Mir kam es eher so vor wie ein Wochenende
mit Freunden zu verbringen, als mit zwei Eislaufstars.
Auch die Leute vom Fanclub,
die ich nun auch zum ersten Mal getroffen habe, waren
super und ich denke, dass ich ein paar Freundschaften
geschlossen habe. Von daher ist dem
Fanclub, vor allem
der Leitung und Eric zu danken, für dieses wunderbare
Erlebnis.
Ich freue mich schon auf
das nächste Jahr und hoffe, dass auch da, trotz voraussichtlichem
Abschied von der Amateurliga, noch mal ein solches Treffen
stattfinden kann. Ansonsten sehe ich euch alle, sowie
Kati und René, hoffentlich in Dortmund. Dann werden
wir noch einmal richtig anfeuern und feiern, wenn die
beiden ihr Talent und ihr ganzes Können auf dem „Aggregatszustand“
unter Beweis stellen. Tja, und danach? Nun, vielleicht
sehen wir Kati und René in der Curling- oder Minigolfbundesliga
wieder als Mixed, wer weiß!