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2. Fanclubtreffen

16./17. August 2003, Oberstdorf

von Ulrike Weber


Am 16.August war es also wieder soweit, das zweite Fanclubtreffen mit Kati und René fand statt.

Als ich nach 9stündiger Fahrt und einstündiger Hotelsuche endlich in der Eishalle eintraf und hoch ins Cafe ging, traute ich meinen Augen kaum.

Ehrlich gesagt hatte ich ca. 10 Leute erwartet, nun ja, es waren wohl so um die 30 Leute die sich entlang der Tafel gesetzt hatten und ich war wohl eine der letzten.


~ Treffen im Café ~


~ René packt Geschenke aus ~


Nur fast, René kam noch später. Nun saßen wir also alle da mit Cola, Apfelschorle oder Wasser und waren zuerst mit einem Fragebogen der Extraklasse konfrontiert.

Peinlicherweise erkannte man daran, dass wir uns wohl bei Kati und René wirklich hauptsächlich auf das Laufen als auf harte Fakten (Welches Schwein wählte Kati bei Was bin ich......) konzentrieren.


Allerdings taten das die beiden wohl auch, nach kurzem Spicken an der Punktetafel erkannte ich bei beiden 35 Punkte von glaube ich 60 Punkten, zumindest waren es 50 Fragen.

Ich meinerseits hatte einen Punkt mehr als die beiden, was ich dann doch noch beruhigend fand.


~ Möchte noch jemand ein Glas Milch? ~

Dann galt es den beiden zu lauschen. Sie erzählten, was sie noch vorhätten, wie die Programme aussähen und was sie so nach ihrer Eislaufkarriere vorhätten.

Danach ging es in den Fernsehraum, wo wir uns alte Küren u.a. von der DDR Meisterschaft ansahen und uns vor Lachen kringelten. Nicht nur weil Katis Kostüme stets zu kurz waren, da sie von Paarläuferinnen stammten, sondern auch weil René mit einer Vokuhila-Frisur glänzte und wirklich kaum wiederzuerkennen war.

Auch sahen wir Katis Auftritt bei „Was bin ich?“, wobei Herr Feuerstein beim Erraten mit dem Satz glänzte: „Führen sie eine Tätigkeit auf einem Aggregatszustand aus?“ Was Kati bejahte und man somit ihren Beruf erriet. Dennoch sehr treffend, wie ich fand.


~ Kati beim Curling ~

Auf dem Aggregatszustand standen wir dann eine Weile später auch, mit voller Skepsis in den Augen und ohne Schlittschuhe, denn es sollte gecurlt werden. Ich in meiner unbändigen Vorfreude, keine Schlittschuhe tragen zu müssen und dadurch das Sturzrisiko um 99% zu verringern, sollte bald enttäuscht werden.

Eric führte uns in die Geheimnisse des Curlings ein und machte dabei die beste Figur von allen.

Froh darüber, keine Schlittschuhe tragen zu müssen, und mir damit jegliche Verletzungen zu ersparen, wurde ich schnell im wahrsten Sinne des Wortes auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Beim Curling trägt man nämlich am rechten Fuß, der also beim Ausfallschritt vorne ist und auf dem das Gewicht liegt, eine Art Linoleumgummisohle, die kein Profil hat und dadurch superglatt ist. Selbst Kati hatte arge Probleme damit, sich auf den Beinen zu halten.
 

Nach Einführungskursen in kleinen Gruppen, wurde schließlich gespielt. Wodurch ich das Glück hatte, eine Runde lang mit René im Zweierteam zu spielen. Im Gegensatz zu mir, die eher der emotional, ausprobierende Spieler ist, war René der berechnende, logisch vorgehende. Nachdem ich das bemerkt hatte, stellte ich mich darauf ein.

Was soviel hieß, er dachte und sagte mir, was zu tun ist und ich folgte gehorsamst. Gewonnen haben wir trotzdem nicht. Vielleicht versuchen wir es beim nächsten Mal mit meiner chaotisch unlogischen Art.


~ René beim Curling ~

Anschließend ging es zum Abendessen. Die ganze Terrasse des Restaurants war für uns reserviert, die Temperaturen eher nicht, dennoch war es angenehm. Es gab Grillspezialitäten, wobei ich als Vegetarierin Reis in allen möglichen Varianten mit Salat plus Salat meiner Nachbarin bekam. Danke noch mal! Später ging es dann noch zum Tisch von Kati und René wo wir noch gemütlich plauderten und ich mir endlich ein persönliches Autogramm, nach drei Fehlversuchen bei diversen Shows holte. Es wurde auch hier viel gelacht und getratscht und noch mal gelacht. Dann musste ich mich verabschieden, da meine Eltern im Hotel auf mich warteten.
Am nächsten Morgen trafen wir uns in der Eishalle, um Schlittschuh zu laufen. Ich meinerseits war natürlich wieder einmal überpünklich, was sich aber als sehr nützlich erwies. Nachdem ich mich zu ein paar anderen auf die Tribüne gesetzt hatte und mir so ein paar Läufer beim Training anschaute, meinte meine Nachbarin auf einmal: „Sieh mal, da ist Carolina Kostner“, worauf ich erstmal einen Blackout hatte und mich nicht an den Namen erinnerte. Wenig später meinte ich dann: “Schau mal, der da sieht aus wie Vlascenko“ worauf sie meinte: „Liegt vielleicht daran das es Vlascenko ist“ und auf einmal öffneten sich die morgendlichen Schlafvorhänge vor meinen Augen und ich erkannte auch noch Smalun. Was ich für kleine „unbedeutende“ Anfängerläufer gehalten hatte, waren in Wirklichkeit Deutsche Meister und viertplazierte Europameisterschaftsteilnehmer. Peinlich, peinlich! Natürlich ließ ich es mir nicht entgehen und bat Andrejs und Carolina um Fotos. Bei Smalun war ich dann doch zu schüchtern, da er inmitten seiner Trainer stand.
Soweit so gut. Nachdem jeder sich seine Schlittschuhe geschnappt hatte und Kati und René eingetroffen waren ging es aufs Eis zum sanften Einstolpern, äh Einlaufen. Danach kleine Gleichgewichtsübungen von Kati und René. Wir mussten alle von einer Längsseite zur nächsten laufen, wobei ich meistens eine der letzten war, so dass ich das große Glück besaß, dass jeder mich beim Pinguinwatscheln, so sah das bei mir aus, genüsslich beobachten konnte.
 

Danach Formationslaufen, Mühle und Kreis, oder besser Ellipse, wobei man bei der Mühle die Nichtskönner (also mich) in die Mitte stellte, da die nichts machen müssten und nicht fallen (Zitat René).

Tja, was kommt nach Nichtskönner eigentlich? Jedenfalls fiel ich. :)

Auch später bei der neu entworfenen Sportart Eisvölkerball (wer auf die Idee gekommen ist, möchte ich mal wissen), wo ich natürlich als erste abgeworfen wurde, einmal auch von Kati wobei ich eine grazile Vorwärtsbewegung ausführte, um ihr zu entkommen und dabei noch graziler zurückfiel und somit elegant auf meine Allerwertesten fiel, zum dritten Male an diesem Tag. Kati half mir auf und fragte, ob alles in Ordnung sei, wobei ich ihr meine Feststellung nach mehreren Fallversuchen mitteilte, dass nämlich ein Fall auf dem Eis gar nicht so schlimm sei, da ja die betroffene Stelle sofort gekühlt werde. Praktisch, nicht?

Nach einigem Hin- und Herlaufen gab es dann die Verleihung der goldenen Verdienstmedaillen vom Fanclub aus. Eine Rede von Florence im Namen des Fanclubs rührte Kati wirklich zu Tränen, was sehr süß war.

~ Kati und René mit den goldenen Verdienstmedaillen ~

~ Rede von Florence ~


~ Kati und René mit Medaillen und Fahne ~

Danach gab es trotz stressender Short Track Trainer noch einen Fotografiermarathon, den Kati und René mit viel Geduld und Witz meisterten.

Leider musste ich mich dann schon verabschieden, ich konnte also nicht am Minigolf teilnehmen. Auf Grund dessen hier ein paar Ausführungen anderer Fans:

Wie es aussieht haben sich beide darin sehr gut geschlagen und gezeigt das ihnen nicht nur der Eistanz als Sportart liegt. Alle hatten, wie schon davor, sehr viel Spaß und sehr viel zu lachen!

Danach fuhr man zurück in die Halle um die Sieger bekannt zu geben. Die glorreichen Sieger waren:

1. Beate Fischer
2. René Liedtke und oh Wunder
3. Ines Pape.

Die Preise waren bei allen Siegern gleich. Eine Tasse mit einem Eislaufpaar darauf und ein signiertes Foto von Kati und René. Nur die Erste, also Beate, gewann noch ein Treffen mit Kati und René, sowie Markus Brüssermann, der das organisiert hatte, in Wuppertal, wo ein Gutschein mit der Fahrt in der Schwebebahn und ein Abendessen enthalten sind.

~ Rumalbern vor dem Minigolfplatz ~

Als Fazit ist zu sagen, dass dies zu den schönsten Erlebnissen meines Lebens gehört. Ich habe die beiden noch mehr ins Herz geschlossen als zuvor, vor allem Kati, da ich sie ja noch nicht persönlich kannte. Die Stimmung war die ganze Zeit über gelöst, herzlich und vertraut. Die beiden waren supernatürlich und nett. Mir kam es eher so vor wie ein Wochenende mit Freunden zu verbringen, als mit zwei Eislaufstars. Auch die Leute vom Fanclub, die ich nun auch zum ersten Mal getroffen habe, waren super und ich denke, dass ich ein paar Freundschaften geschlossen habe. Von daher ist dem Fanclub, vor allem der Leitung und Eric zu danken, für dieses wunderbare Erlebnis.
Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und hoffe, dass auch da, trotz voraussichtlichem Abschied von der Amateurliga, noch mal ein solches Treffen stattfinden kann. Ansonsten sehe ich euch alle, sowie Kati und René, hoffentlich in Dortmund. Dann werden wir noch einmal richtig anfeuern und feiern, wenn die beiden ihr Talent und ihr ganzes Können auf dem „Aggregatszustand“ unter Beweis stellen. Tja, und danach? Nun, vielleicht sehen wir Kati und René in der Curling- oder Minigolfbundesliga wieder als Mixed, wer weiß!
Vorerst alles Liebe und bis Dortmund!

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