Deutsche Version
Deutsche VersionEnglish VersionDeutsche Version
Deutsche Version
Neuigkeiten und Termine
Das wichtigste über uns in Kürze...
Unsere Erfolge
Die Eislaufmusiken zu unseren Programmen...
Buntes Treiben auf, hinter und neben dem Eis im Bild festgehalten...
Gästebuch
Ihre Fragen - unsere Antworten
Die Ecke für die Fans
Suche
Fanpost- und Webmasteradresse

Weihnachts-Interview 1998

von Tino Eberl

(übersetzt aus dem Englischen)


Kati und René, nun, nach Euerm letzten Grand Prix Auftritt in diesem Jahr, wie seid Ihr mit Eurer Eislaufsaison bis jetzt zufrieden?

"Wir hatten so weit einen guten Start in die neue Saison, die Programme sind gut, aber wir nehmen immer noch Verbesserungen an der Kür und an den Kostümen für die Europa- und Weltmeisterschaften vor."

Auf dem ISU Kongreß 1998 in Stockholm, Schweden, wurden viele Änderungs- und Ergänzungsanträge für den Eistanz angenommen - nicht nur bezüglich der Bewertungsregeln sondern auch hinsichtlich der Tanzelemente. Was sind in Euren Augen die wichtigsten Änderungen?

"Die wichtigsten Änderungen sind die Pflichtelemente, die wir nun zeigen müssen, wie bspw. eine Tanzpiruette in der Kür. Wir dürfen nunmehr sieben Hebungen in unserem Programm haben und müssen zwei Schrittsequenzen zeigen (kreisförmig, diagonal).
Wir denken, daß die Programme dadurch interessanter werden und sich den Preisrichtern Möglichkeiten eröffnen, die Programme besser miteinander zu vergleichen, wenn sie einige direkte Elemente zum Bewerten haben. Und wir hoffen, daß auch in den nächsten Jahren weiterhin Vokalmusik verwendet werden darf - vielleicht wird es sogar irgendwann für die Kür erlaubt??"

Der Antrag, der von den Läufern verlangt, bei den Weltmeisterschaften eine unterschiedliche Kür als bei den kontinentalen Meisterschaften zu zeigen, wurde nicht angenommen. Sicher eine große Erleichterung?.

"Wir denken, daß es wirklich sehr schwer ist, in einer Saison zwei verschiedene Küren zu zeigen. Man muß sehr viel Arbeit investieren, bis man einen Kürtanz wirklich gut beherrscht, und es nimmt auch viel Zeit in Anspruch, das Programm zu verfeinern und zu verbessern. Die Programme würden sich nicht mehr in dem Grade wie bisher weiterentwickeln. Obendrein müssen wir auch viel Arbeit in die vier Pflichttänze jeder Saison und den Originaltanz stecken - also wieviel Zeit würden wir noch auf dem Eis mit zwei Kürtanzen pro Saison verbringen?? Daher denken wir, daß es eine große Erleichterung für uns Eistänzer und natürlich auch für die Trainer ist."

Mit den neuen Elementen möchte die ISU mehr spezielle Elemente zum Bewerten in das Eistanzen einführen. Viele Leute halten das für eine gute Idee, um voreingenommene Bewertungen zu verhindern, und denken auch, daß diese Entscheidung längst überfällig war. Andere sagen, daß dieser Schritt - das Hinzufügen von Elementen aus dem Paarlauf - eher peinlich für die ISU und eine Bankrotterklärung hinsichtlich der Kompetenz der Eistanz-Preisrichter ist. Wie denkt Ihr darüber?

"Wir denken, daß diese Änderung gar nicht so schlecht ist - wieso nicht ein paar Elemente zum Bewerten? Es ist sehr schwer, Eistanzen zu bewerten. Manchmal scheint es wirklich eine reine Geschmacksfragen zu sein. Außerdem bewerten hier Menschen andere Menschen - niemand kann das gefühllos wie eine Maschine tun. Daher ist es vielleicht ganz gut, einige Schlüsselpunkte für Vergleiche zu haben... und wir müssen zugeben: Es war eine neue Herausforderung für jeden."

Bei der Vorbereitung der neuen Tanzelemente dieser Saison habt Ihr Unterstützung von den Weltmeistern 1997 Mandy Wötzel & Ingo Steuer bekommen Auf welche Punkte habt Ihr Euch konzentriert und wie hat die Zusammenarbeit funktioniert?

"Wir haben mit ihnen die geforderte Piruette für die Kür trainiert. Wir haben im Sommer drei Tage zusammen verbracht und hatten sehr viel Spaß beim Ausprobieren einiger Paarlauf-Piruetten!!
Sie haben uns sehr dabei geholfen, eine gute Rotation für die Piruette zu erlernen, vielen Dank nochmals Mandy und Ingo!"

Beim Sparkassen Cup on Ice 1998 in Gelsenkirchen habt Ihr Eure allererste Grand Prix Medaille gewonen. Ein großartiges Gefühl auf dem Siegerpodest...?

"Es war in der Tat ein großartiges Gefühl, das erste Mal bei einem Grand Prix Wettbewerb auf dem Siegerpodest zu stehen. Aber das schönste war, daß unsere beiden Mütter mit dort waren, um zuzuschauen. Es war so, als ob wir unseren Eltern etwas zurückgeben konnten für all die vielen Jahre, die sie uns unterstützt haben!"

Die Reaktion auf Euren neuen Kürtanz war sehr positiv. Was steckt hinter der Idee, diese Musik auszuwählen?

"Die Idee für unseren Kürtanz wurde zusammen mit unserem Choreographen Marc Bogaerts geboren. Das Thema ist "YIN UND YANG", die chinesische Philosophie, und wir dachten, daß für ein Paar gute Ausdrucksmöglichkeiten bestehen, die beiden Kräfte Yin und Yang zu interpretieren.
Yin und Yang sind die zwei Seiten der selben Kraft, sie sind Gegensätze im Universum, die vereint werden müssen, um die Harmonie zu finden.
Das war unsere Hauptidee bei der Wahl von Kodo Trommeln und Tai Chi Musik für unseren Kürtanz."

Euer Kürkostüm war wieder einmal sehr innovativ und verursachte "kleine Herzattacken" bei den Preisrichtern. ;-) Wie war die Reaktion?

"Wir wollten die beiden Kräfte zeigen, über die wir gesprochen haben - in einem Kostüm - daher trug Kati ein Kostüm, das zur Hälfte ein Rock zur anderen eine Hose war. Aber wir haben das schon wieder zuzrück zu einem normalen Rock geändert, weil wir denken, daß vielen Leuten diese Idee nicht gefällt."

Ihr seid gerade von der NHK Trophy 1998 in Sapporro/JPN zurückgekehrt. Wie denkt Ihr über Eure Endplazierung nach diesem letzten Grand Prix Wettbewerb?

"Wir denken, wir hatten einen guten Start in die Saison. Sicher müssen wir noch sehr hart daran arbeiten, unsere Plazierungen zu verbessern, aber wir sind glücklich über die Position, die wir in der diesjährigen Grand Prix Serie erreicht haben."

Nur ein paar Monate nach den Olympischen Winterspielen wart Ihr wieder in Japan, Hattet Ihr dieses Mal mehr Möglichkeiten, das Land ein bißchen zu "erforschen"?.

"Wir hatten eine größartige Zeit in Japan. Unglücklicherweise haben wir nicht sehr viel von Sapporo gesehen, aber wir trafen viele freundliche Leute und Fans!
Aber nach Sapporo reisten wir zu einem "Eistanz-Seminar" für Preisrichter nach Tokio und dort brauchten wir drei Tage lang nur morgens zu laufen. So konnten wir Tokio "erforschen" - drei Nachmittage und Abende lang. Es war einfach Klasse in Tokio, wir haben Ginza, die größte Einkaufsstraße Tokios gesehen, gingen in die Disko "Valfarre" und besuchten so viele andere schöne Plätze und Restaurants. Und wir fanden das Essen prima, wir haben zum Beispiel Shabu gegessen. Shabu ist ein typisches Japanisches Gericht. Wir hatten viel Spaß dort mit den Japanischen Eistänzern."

Euer nächter Wettbewerb sind die Deutschen Meisterschaften in Oberstdorf vom 7.-10. Januar 1999. Nach Euern Grand Prix Auftritten sind sicher noch einige Änderungen an Euern Programmen im Gange. Wie gehen Eure Vorbereitungen voran?

"Die Vorbereitungen für die Deutschen Meisterschaften laufen gut. Wir ändern immer noch einige Teile unserer Kür und versuchen, für unsere Pflichttänze einige neue Kostüme zu entwerfen. Und wir freuen uns darauf, in Oberstdorf zu laufen, denn das ist jetzt unser neues zu Hause."

Was sind Eure Ziele für diese Saison?

"Unser Ziel für diese Saison ist es, uns im Vergleich zur letzten Saison zu verbessern und eine gute Plazierung bei den großen Wettbewerben, wie den Europameisterschaften und den Weltmeisterschaften zu erreichen."

Kati und René, vielen Dank für das Interview!

Zurück