Auf der Pressekonferenz vom 19. Mai 2004, anlässlich
der bevorstehenden Premiere der Eisshow "Pangäa - ein Eismärchen",
welche am 27. Mai im Sportforum Hohenschönhausen beim SC-Berlin
stattfinden wird, verlasen Kati Winkler & René Lohse einen
offenen Brief zu ihrer sportlichen und künstlerischen Zukunft. Kati Winkler / René Lohse
An den Präsidenten der DEU Herrn Reinhard Mirmseker.
die DEU-Geschäftsleitung, die Sportfördergruppe der Bundeswehr
Sonthofen, die Deutsche Sporthilfe, den SC Berlin/Abteilung
Eiskunstlauf, den EC Oberstdorf, den Berliner Eisportverband,
die Olympiastützpunkte Berlin und Bayern (Außenstelle Oberstdorf),
an alle Begleiter, Helfer und Berater des Teams Martin Skotnicky,
sowie an alle Fans und Freunde des Eiskunstlaufsports!
Mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei der WM in Dortmund
ist für uns ein langersehnter Traum in Erfüllung gegangen.
Nach nunmehr 17 Jahren gemeinsamer Zeit auf dem Eis mit
vielen Erfolgen, darunter die zweimalige Teilnahme an den
olympischen Spielen, die deutschen Meistertitel und die
vielen Top 10 Platzierungen bei EM und WM, aber auch nach
den vielen verletzungsbedingten Rückschlägen, ist für uns
die Zeit gekommen, eine Entscheidung für unser zukünftiges
Leben zu treffen.
Nachdem sich die Euphorie von den Tagen in Dortmund bei
uns ein wenig gelegt hatte, haben wir mit unserem Trainer
Martin Skotnicky alle entsprechenden Faktoren analysiert,
die für oder gegen eine Fortsetzung unserer Karriere sprechen.
Der wichtigste Punkt dabei waren die schweren Verletzungen
von René, die uns im Laufe der letzten Jahre viel Zeit,
Kraft und Substanz gekostet haben. Wir haben uns ernsthaft
die Frage gestellt, wie lange unsere Körper noch bereit
wären, sich den Trainings- und Wettkampfstrapazen auszusetzen.
Neben dem Alter und der Gesundheit kommen Kriterien wie
Ausbildung, berufliche Zukunft und Familienplanung hinzu,
die für uns zusätzlich immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Auch nach Betrachtung der Möglichkeit einer Fortsetzung
unserer Laufbahn und der damit eventuellen Chancen auf weitere
Top-Platzierungen, sind wir zu der Überzeugung gekommen,
dass die meisten und entscheidenden Faktoren gegen eine
Weiterführung unserer aktiven Laufbahn sprechen.
Deshalb wollen wir hiermit unseren Rücktritt als aktive
Leistungssportler bekannt geben und uns mit sofortiger Wirkung
aus dem nationalen und internationalen Wettkampfgeschehen
zurückziehen.
Allen voran möchten wir mit diesem Brief von ganzem Herzen
unserem Trainer Martin Skotnicky und seinem Team (Bruni
Skotnicky, Werner Lipowsky) danken. Durch Martin Skotnickys
Führung, in Zusammenarbeit mit den Choreographen Marc Bogaerts,
Kelly Johnson, Jean-Christoph Lessage, Olga und Ralf Müller,
Christopher Dean, den Konditionstrainern Günther Hartung
und Carlos Borba, dem Tonstudio Meilhaus und den Kostümschneidern
(hier insbesondere Tina Kitzing und Ralf Burk), haben wir
es zu den olympischen Spielen und in die Weltspitze bis
hin zu WM-Bronze geschafft.
Ein ganz besonderer Dank gilt als nächstes auch unseren
Familien, die sich die ganze Zeit aufgeopfert und uns immer
unterstützt haben.
Außerdem möchten wir allen Beteiligten, die uns und unsere
Karriere unterstützt haben, danken. Insbesondere dem Olympischen
Komitee, der Deutschen Sporthilfe, der Sportfördergruppe
der Bundeswehr in Sonthofen, der Deutschen Eislauf Union
und den Eislaufverbänden, nicht zu vergessen auch Dr. Wolfgang
Kunz.
Ferner den Olympiastützpunkten Berlin und Bayern, dem SC
Berlin und EC Oberstorf, hier besonders dem Eissportzentren,
mit all seinen Mitarbeitern, herzlichen Dank für die gute
Zusammenarbeit.
Ein Riesendankeschön natürlich auch an Berlin und den Markt
Oberstdorf.
Einen großen Anteil an unseren Erfolgen tragen auch alle
medizinischen Betreuer, vor allem unser Mannschaftsarzt
Dr. Salim Al-Bazaz und unser Physiotherapeut Peter Biedermann.
Desweiteren Harald Martin, Dr. Tauscher und Dr. Rohde in
Oberstdorf, ebenfalls Dr. Hubert Hörterer vom Medical Park
St. Hubertus, sowie alle weiteren Ärzte und Physiotherapeuten,
die uns betreut und begleitet haben.
Allen Fans, bei denen wir uns schon jetzt für die jahrelange
Unterstützung, die Treue und das Vertrauen bedanken, teilen
wir mit, dass wir dem Eiskunstlaufen ganz bestimmt in Form
von Schaulaufauftritten erhalten bleiben werden.
Mit den besten Wünschen für den Deutschen Eiskunstlauf
verbleiben wir mit sportlichen Grüßen!
Kati Winkler & René Lohse
Januar 2004
René Lohse verletzt, Absage für die Europameisterschaften
Kati Winkler und René Lohse müssen auf einen Start bei
den Europameisterschaft vom 02. bis 08. Februar 2004 in
Budapest, Ungarn, leider verzichten.
René Lohse zog sich beim Training am Montag einen Innenbandanriss
im rechten Knie zu. Damit das angerissene Band bei weiterer
Belastung nicht reißt, muss René einige Tage totale Ruhe
einhalten und kann anschließend mit einer Bandage mit Krankengymnastik
beginnen. In zwei bis drei Wochen, wenn das Knie wieder
stärker belastet werden darf, kann René wieder mit dem Training
auf dem Eis beginnen.
Bei gutem Verlauf können die mehrfachen Deutschen Meister
auf einen Start bei den Weltmeisterschaften im März in Dortmund
hoffen.
Kati &
René gratulieren Michael Schumacher zu seinem historischen
sechsten Formel 1 Weltmeistertitel, den er am heutigen
Sonntag beim Grand Prix in Japan gewann!
Es war
sein vierter Titel in Folge für Ferrari. Er überholte
damit den bisherigen Rekord des legendären Argentiniers
Juan Manuel Fangio.
René, der ein großer
Formel 1 Fan ist, hat es vor kurzem selber einmal
probiert, konnte sich aber in keinster Weise mit
Michael messen. :-)
Kati genießt mehr den Spaßfaktor
von dieser Sportart. :)
*Räusper* Bitte vergebt mir diese kleine humoristische
Meldung. :) Die Fotos sind vom diesjährigen 2. Fanclubtreffen
in Oberstdorf.
Viel Spaß bei noch mehr
tollen Fotos von Ines Pape, Manuela Schmiedtgen
und Katja Fischer sowie
einem Bericht von Ulrike Weber! Gruß, Tino