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Olympia-Saison 1997/98


Schon mehrfach zählte der Originaltanz zur Trumpfkarte Eures Repertoirs und ermöglichte im Gesamtklassement klare Platzverbesserungen. Widmet Ihr diesem Wettkampfteil verstärkte Aufmerksamkeit oder worauf ist dieser Erfolg zurückzuführen?
 
Wir denken, wir haben einfach eine gute Wahl bei der Musik getroffen, und wir tanzen gern "schnelle" Sachen, wie den Quickstep oder den Jive. Wir konzentrieren uns jedoch auf den Originaltanz und den Kürtanz gleichermaßen.
René: Die Wahl der Musik zählt zu den wichtigsten Dingen, weil die Musik die Ohren der Zuschauer zuerst erreicht! Dann erst folgen die Augen der Zuschauer, die die Bewegungen zur Musik verfolgen.

In der Saison 1996/97 konntet Ihr verletzungsbedingt nur an einem großen internationalen Ereignis, den Weltmeisterschaften, teilnehmen, wo Ihr den 12. Platz belegtet. Auch zu Beginn der Saison 1997/98 gab es nur einen internationalen Auftritt beim Sparkassen Cup on Ice. Mit Blick auf die Olympia-Qualifikationshürde 10. Platz bei den Europameisterschaftn 1998 war das nicht gerade eine optimale Ausgangsposition, zumal Ihr beim Sparkassen Cup von Euern direkten Konkurrenten Tatiana Navka & Nikolai Morozov (Weißrußland) geschlagen wurdet. Trotzdem äußerte sich Martin Skotnicky in Interviews stets zuversichtlich betreffs der Qualifikation. Worauf begründete sich sein klarer Optimismus?
 
Kati: Er ist immer optimistisch und gibt uns Stärke für den Wettkampf. Und wir haben hart für die Qualifikation gearbeitet. Es ist gut, daß er nie aufgehört hat, an uns zu glauben.
René: Er hat vor den Europameisterschaften ebenfalls verschiedene Meinungen gehört, er hat einfach die besten herausgegriffen und ist optimistisch geblieben.
Kati: Nur mit Optimismus kann man etwas erreichen!

Nach dem Sparkassen Cup on Ice hattet Ihr Eure Kostüme und das Musikthema geändert. Wie kam es zu diesem Entschluß?
 
René: Es war nicht leicht, da wir zur selben Musik wie Marina Anissina und Gwendal Peizerat aus Frankreich liefen - und diese gehören zu den Top 3 in der Welt. Sie liefen zu "Romeo & Julia" sehr klassisch, wir versuchten eine eher moderne Interpretation. Der Unterschied in den Kostümen war aber zu diesem Zeitpunkt nicht groß genug, so daß wir uns entschieden, die Kostüme zu wechseln.

Kaum, daß Ihr in den neuen Kostümen zu den Deutschen Meisterschaften 1998 angetreten wart, wurde schon wieder ein grundlegender Kostümwechsel vorgenommen. Was war diesmal der Grund?
 
Kati: Diesmal liefen wir zu "Romeo & Julia im Weltraum", um uns noch stärker zu unterscheiden, aber der Vorsitzende der Technischen Kommission Eistanz der ISU sagte uns, daß unser Programm nun zuviel Show beinhalten würde. Er hatte wahrscheinlich Recht, aber wir wollten einen neuen Weg beschreiten.
René: Aber wir änderten die Kostüme trotzdem, denn diese Eislauf-Saison ist sehr bedeutend. Die Olympia-Qualifikation bei den Europameisterschaften stand bevor und wir wollten unbedingt an den Olympischen Winterspielen teilnehmen!

Der Vorsitzende der Technischen Kommission Eistanz der ISU, Wolfgang Kunz, sagte in diesem Zusammenhang in einem Zeitungsinterview: "Das hübsche Mädchen muß nicht so dick verpackt werden". Ob er wohl damit gerechnet hat, daß Ihr das so wörtlich nehmt? :-)
 
Kati: Nun, diesmal trug ich ein transparentes Kostüm bei den Europameisterschaften (um mehr klassisch, aber immer noch modern zu sein), denn auch in der Design-Welt wird alles "weniger" und transparenter. Die Idee bekamen wir von einem Ballett-Kostüm der Münchner Oper.
René: Es war wiederum etwas neues und unterschied sich von den üblichen Kostümen, denn auch ich trug transparente Hosen.

Wie bringt man das Kunststück zustande, in so kurzer Zeit neue Kostüme zu entwerfen?
 
Kati: Oh, es ist so viel Streß, so oft neue Kostüme anzufertigen. Für alle beteiligten Personen bedeutet das viele schlaflose Nächte. Ich hoffe, das wir so etwas wie dieses Jahr nicht noch einmal erleben werden.

Wann werdet Ihr das nächste Mal in den USA zu sehen sein?
Shannon Lamaster, Glen Ellyn, IL, United States - Tuesday, April 21, 1998
 
Kati & René: Wann wir wieder in den USA sind, können wir leider noch nicht beantworten, da wir unsere Wettkampfplanung noch nicht wissen. Sorry!!

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